Handwerk hautnah – Die Werkgruppe 8 d zu Gast im Malerbereich der HWK Würzburg

Eintauchen in die Welt der Farben und Formen: Am 14. April 2026 tauschte die Werkgruppe der Klasse 8 d das Klassenzimmer gegen die Werkstatt.

Dank der hervorragenden Organisation von Frau Silke Waterstrat erhielten die Schülerinnen und Schüler exklusive Einblicke in die moderne Handwerksausbildung bei der Handwerkskammer (HWK) Unterfranken.

Spitzen-Handwerk in Würzburg

Dass der Malerbereich in Würzburg zur bayerischen Elite gehört und regelmäßig die landesbesten Lehrlinge hervorbringt, wurde bereits beim Empfang durch Malermeister Hubert Breunig deutlich. Er verwaltet diesen Bereich mit großer Leidenschaft und führte die Gruppe fachkundig ein.

Doch bevor es selbst an die Werkzeuge ging, stand eine Erkundungstour auf dem Plan: Herr Breunig führte die Klasse durch die verschiedenen Gewerke – vom Bauhandwerk über die Zimmerei bis hin zur Kfz-Technik. Dabei gab es fundierte Erklärungen zu den vielfältigen Berufsbildern, die das Handwerk heute bietet.

Von der Gipskartonplatte zum „antiken“ Kupferrahmen

Im praktischen Teil des Tages durften die Jugendlichen selbst Hand anlegen. Das Ziel: Die Herstellung eines täuschend echt wirkenden, patinierten Kupferrahmens. Unter der Anleitung von Herrn Breunig, der jeden Schritt perfekt vorbereitet hatte und jederzeit geduldig Hilfestellung gab, arbeiteten die Schüler wie Profis:

  1. Vorbereitung: Aufzeichnen der Außenmaße und präzises Zusägen der Leisten auf Gehrung an den Sägevorrichtungen.
  2. Feinschliff und Struktur: Nach dem Schleifen der Kanten wurde Spachtelmasse fachgerecht mit Aufzahn- und Japanspachtel aufgetragen.
  3. Veredelung: Nach der Trocknung und dem Auftrag von Tiefengrund folgte die eigentliche Magie – das Auftragen einer speziellen Kupferpaste.
  4. Die Patina: Durch den Einsatz eines sogenannten Aktivators lösten die Schüler eine chemische Reaktion aus, die dem Rahmen den charakteristischen grünlichen „Grünstich“ echter, gealterter Kupferpatina verlieh.

Begeisterung in Serie

Am Ende des Tages hielten alle stolz ihr individuelles Werkstück in den Händen. Die Ergebnisse waren so überzeugend, dass man sie kaum von echtem Metall unterscheiden konnte. Für die Schüler war es eine wertvolle Erfahrung, den Schulalltag hinter sich zu lassen und tief in die reale Praxis der Arbeitswelt einzutauchen.

Ein herzliches Dankeschön gilt Frau Silke Waterstrat für die Organisation sowie Herrn Hubert Breunig für die großartige Betreuung und die inspirierenden Einblicke. Dieser Tag wird der Klasse 8 d noch lange als positives Highlight in Erinnerung bleiben!

 Fachbereich Werken: Susanne Debold und Ruth Seelmann-Wurm

Zurück